Was muss man vor dem Standortwechsel des Aquariums mit dem Bodengrund beachten?
Ein Umzug des Aquariums bedeutet für den Bodengrund eine erhebliche mechanische Belastung, denn er ist nicht nur Dekoration, sondern das biologische Herz des Beckens. Bevor Sie auch nur daran denken, das Wasser abzulassen, sollten Sie den Zustand des Substrats prüfen: Ist es stark verschlickt oder von Faulgasen durchsetzt, erkennbar an aufsteigenden Blasen beim Rühren, dann ist eine Kompletterneuerung oft die hygienischere Wahl. Bei einem gesunden, locker durchlüfteten Boden hingegen reicht es, die oberste Schicht vorsichtig abzusaugen und das alte Beckenwasser in Eimern aufzufangen. Dieser „Alt-Rückstand“ ist Gold wert, denn er enthält die essenziellen Nitrifikationsbakterien, die Ihren Stickstoffkreislauf nach dem Standortwechsel aquarium am Leben halten. Planen Sie zudem ausreichend Eimer oder stabile Wannen ein, denn der nasse Kies ist schwer – heben Sie ihn niemals im vollen Becken an, da die Glasnähte sonst reißen können. Für den Transport selbst sollten Sie den Bodengrund in zwei Fraktionen trennen. Die oberen drei Zentimeter, in denen sich der Großteil der Bakterien und Wühlaktivität befindet, kommen separat in einen offenen Behälter mit etwas Alt-Wasser, damit sie nicht austrocknen. Die tiefere Schicht, die oft aus grobem Kies oder Nährboden besteht, können Sie in stabilen, nicht zu prall gefüllten Säcken oder Eimern bewegen. Wichtig ist, dass Sie während des Umzugs die Schichtung nicht neu erfinden: Notieren Sie sich grob, wo welche Körnung lag, oder halten Sie es schlicht gleichmäßig gemischt, wenn Sie ohnehin ein homogenes Substrat hatten. Vermeiden Sie es, den Boden nass zu schütteln oder auszuwaschen, denn das zerstört die Krümelstruktur und spült wertvolles Feinmaterial aus, das für die Wurzelversorgung von Pflanzen wichtig ist. Sollten Sie den Bodengrund komplett austauschen müssen, was bei einem Standortwechsel aquarium mit alten, sauren Böden ratsam ist, dann lassen Sie das neue Material vorher in einem Eimer mit temperiertem Wasser quellen.
Am neuen Standort angekommen, beginnt die kritische Phase: Legen Sie den Bodengrund nicht trocken ein, sondern schichten Sie ihn ein, während das Becken bereits zu einem Drittel mit frischem, aufbereitetem Wasser gefüllt ist. Drücken Sie größere Steine oder Wurzeln erst nach dem Einbringen des Substrats in den Boden, um Druckstellen zu vermeiden. Gießen Axolotlwelt das restliche Wasser anschließend langsam über einen Teller oder eine Schale, damit der Kies nicht aufgewirbelt und die Bakterienkolonien nicht unnötig verwirbelt werden. Lassen Sie das Becken nun mindestens 48 Stunden mit laufender Filtertechnik stehen, bevor Sie Fische einsetzen. Kontrollieren Sie in dieser Zeit täglich die Werte von Ammonium und Nitrit, denn der Umzug stresst das biologische Gleichgewicht. Falls Sie beim Einräumen bemerken, dass sich der Boden setzt und Mulden bildet, gleichen Sie diese mit etwas feinem Kies aus, bevor Sie dekorieren. Nur wenn Sie den Bodengrund als lebendes System behandeln und ihm genug Zeit und Feuchtigkeit geben, wird der Standortwechsel aquarium für Ihre Unterwasserwelt zu einem reibungslosen Ereignis ohne Verluste.